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Stadtmauer und Darmstadtia

Die Stadtmauer

Der Leiter des städtischen Amtes für Denkmalschutz, Nikolaus Heiss, ließ zwar die Grabungsarbeiten auf dem Gelände des Wissenschafts- und Kongresszentrums beobachten, da man sich auf historischem Gelände bewegte, er erwartete allerdings keine großartigen Funde. Doch was dann während der Baggerarbeiten in 80 cm Tiefe entdeckt wurde, war überraschend: man war auf gemauerte Steine gestoßen.

Der sichtbare Teil der alten Stadtmauer, der auch auf dem Vorplatz zu sehen ist, war bereits Teil des Architektenwettbewerbs. Nun hatte man aber zusätzlich einen unterirdischen Verteidigungstunnel, Restes eines Turmes und somit Spuren einer äußeren Stadtmauer gefunden. Die entdeckten Mauern sind Teil einer historischen Befestigungsanlage. Diese wurde zum Schutz gegen feindliche Angriffe nach dem Erhalt der Stadtrechte im Jahr 1330 durch Kaiser Ludwig dem Bayern errichtet.

Die Funde mussten selbstverständlich erhalten bleiben und sollten daher denkmalgerecht integriert werden. Dazu musste ein Teil der für die Tiefgarage vorgesehenen Fläche ausgeklammert werden, sodass in diesem Bereich Teile der Stadtmauer nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht sind. Eine Glasabdeckung sichert den Fundort, innen führt eine Treppe aus dem Foyer herab an die Stadtmauer. 55 Stellplätze mussten dafür geopfert werden, dies wurde jedoch durch weitere 105 Stellplätze im südöstlichen Teil kompensiert. 

Darmstadtia

Im Jahr 1864 schuf der hessische Bildhauer, Maler und Zeichner der Spätromantik Johann Baptist Scholl der Jüngere (1818-1881) dieses ursprünglich "Hassia" (neulateinischer Name für Hessen) genannte Denkmal. Das Haupt der Sandsteinfigur hat er mit einer Mauerkrone versehen und ihr als Schutzpatronin der Stadt ein Schwert sowie ein Schild mit dem Darmstädter Wappen in die Hände gegeben.

Anfangs krönte die "Darmstadtia" eine dreistöckige Brunnenanlage auf dem Ludwigsplatz, doch 1905 wurde die Figur entfernt, um dort ein Bismarckdenkmal zu errichten. Seit 1964 steht eine Kopie im Wolfskehl’schen Park an der Karlstraße.


Nachdem die Darmstadtia seit 1983 im Keller des Pädagogs stand, zog sie 2013 in das darmstadtium und kann dort im hinteren Bereich des Eingangsfoyers atrium betrachtet werden.

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