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Ein Gebäude auf der Kante – der Baugrund

Der Untergrund unter dem darmstadtium ist nicht gewöhnlich. Quer durch Darmstadt zieht sich die Rheintal-Randverwerfung, steht doch der östliche Teil auf dem Felsen des Odenwaldes, der westliche auf dem Sand der Rheinebene. Die Kante, an der Oberfläche unsichtbar, zieht sich in nordöstlicher Richtung durch das Stadtgebiet und auch quer durch das Baugebiet des darmstadtiums.

Es galt sicherzustellen, dass der Gebäudekomplex nicht an einigen Stellen absackt, Risse bekommt oder sonstigen Schaden nimmt. In der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs war schon eigens auf die Besonderheiten des Untergrundes hingewiesen worden.

Das Gebäude steht mittels baulicher Rafinessen auf ganz festem Grund. An den weichen Bodenteilen wurden Pfähle gegründet und eine Fundamentplatte  - eine der größten Platten, die bis dahin in Hessen verlegt wurden – gegossen. Das ein Meter dicke Fundament trägt so das Wissenschafts- und Kongresszentrum.

Auch der Erdkanal unter dem Gebäude dient nicht nur der Kühlung und Heizung des Gebäudes, sondern auch der Stabilität.

Die besonderen Gegebenheiten sind nach wie vor interessant für wissenschaftliche Forschung. Aus diesem Grund wurde eine geodätische Messstation im Untergrund eingerichtet, mit der bereits minimale Verschiebungen und Bewegungen gemessen werden können.

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