darmstadtium-Rückblick 2009: Mehr Veranstaltungen, weniger Gäste
Schlechte Wirtschaftslage verhindert neuen Besucherrekord

Darmstadt, 08. Februar 2010 - Als "insgesamt zufriedenstellend" bewertet Geschäftsführer Klaus Krumrey das abgelaufene Geschäftsjahr für das Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium. Die Zahl der Veranstaltungen nahm auf 256 (Vorjahr: 239) zu. 145.000 Gäste (Vorjahr: 160.000) besuchten Messen, Tagungen und Kulturevents im größten Veranstaltungszentrum Südhessens.

Sehr gute Buchungslage für 2010: Erstmals Warteliste

„Vor allem in der zweiten Jahreshälfte waren die Veranstaltungen deutlich kleiner als ursprünglich geplant“, erklärt Krumrey. „Wäre die Entwicklung von Juli bis Dezember ähnlich wie in der ersten Jahreshälfte gewesen, hätten wir das Vorjahresergebnis übertroffen.“ Im ersten Halbjahr 2009 besuchten 90.000 Gäste das darmstadtium. „Die Wirtschaftskrise hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärt Hildegard Schoger, stellvertretende Geschäftsführerin des darmstadtium. „Positiv ist: Die internationale Nachfrage hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Rund zehn Prozent der Veranstaltungen kamen aus dem europäischen Ausland und Übersee. 2011 streben wir eine internationale Auslastung von 20 Prozent an.“

Krumrey und Schoger blicken daher optimistisch auf das neue Geschäftsjahr. Krumrey bezeichnet die Buchungslage als „sehr gut“, es gebe für die auslastungsstarken Zeiten erstmals eine Warteliste. „Neben Veranstaltern, die bereits mehrfach das Haus gebucht haben, können wir 2010 große, finanzstarke Unternehmen willkommen heißen. Das darmstadtium wird unter anderem Austragungsort des ’Kick-off 2010’ und der Hauptversammlung der Software AG mit über 1.000 Gästen aus 44 Nationen sein“, so der Geschäftsführer. Zahlreiche IT-Konferenzen und wissenschaftliche Kongresse wie EPDIC 12 („12th European Powder Diffraction Conference“) oder ECM 26 („European Crystallographic Meeting ECM-26“) und das weltweit größte Treffen von Experten für Geoinformationssysteme, ESRI, sind für das erste Halbjahr 2010 fest gebucht und werden mehrere tausend Besucher anziehen.

Im Vergleich zum Vorjahr liegen, so Krumrey, zum Stichtag 8. Februar 2010 134 feste Buchungen und Zusagen mit einem Auftragsvolumen von etwa 1,7 Mio. Euro vor. Optioniert seien weitere 81 Veranstaltungen im Wert von 810.000 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute das ein Plus von 34 Prozent. Das Jahresbudget für 2010 sehe Einnahmen in Höhe von etwa 2,8 Mio. Euro vor: „Dieses Volumen ist im Vergleich zu anderen Kongresszentren ein guter Wert.“

Fehlendes Sterne-Hotel bleibt Wachstumshemmnis

Eindringlich forderte Krumrey, dessen Vertrag Ende des Jahres 2010 ausläuft, ein weiteres Drei- oder Vier-Sterne-Hotel in der Wissenschaftsstadt. „Wir erhalten von vielen Veranstaltern das Signal, dass die Bettenkapazität im gehobenen Segment nach wie vor zu gering ist. Den positiven Trend bei Besucher- und Übernachtungszahlen hatte zuletzt schon die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH verdeutlicht. Laut vorläufiger Statistik hat sich demnach die Zahl der Übernachtungen in Darmstadt um 5.000 auf etwa 231.000 erhöht.„Insgesamt bringen unsere Gäste jedes Jahr einen Kaufkraftzufluss von 20 Mio. Euro. Der Zuschuss der Stadt Darmstadt zu den operativen Betriebskosten des darmstadtium 2009 in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro und geplanten 1,3 Mio. Euro für 2010 ist also gut angelegtes Geld“, betont Krumrey.

Größte Veranstaltungen im darmstadtium waren 2009 die „Touristica“ mit 18.000 Besuchern, der „Tag der Vereine“ (13.000), die „Konaktiva“, eine Unternehmenskontaktmesse für Studenten (14.500), und die „Hobit“, Hochschul- und Berufsinformationstage für Schülerinnen und Schüler (12.000). Daneben fanden im vergangenen Jahr unter anderem der Deutsche Braumeistertag, der Landesparteitag der hessischen SPD, die Bundeskonferenz der Wirtschaftsjunioren sowie zahlreiche Software- und Technologie-Tagungen im darmstadtium statt.

GCB-Kooperation soll ausländische Veranstalter anlocken

2010 soll die internationale Vermarktung weiter vorangetrieben werden. Bei nationalen und internationalen Events unter anderem in Frankfurt am Main, Barcelona, Paris, London und New York wird das Haus präsent sein, so Krumrey. Fortgeführt werde zudem die Kooperation mit dem „German Convention Bureau“ (GCB), Frankfurt am Main, der Vermarktungsorganisation des Tagungsstandortes Deutschland. Als „Preferred Partner“ des GCB wird sich das darmstadtium zum Beispiel an verschiedenen Orten in den USA vorstellen, unter anderem in New York. Aber auch London ist laut Krumrey, wie im vergangenen Jahr, geplant.

„Wir wollen uns in diesem Jahr noch offensiver um weitere Kunden bemühen“, betont Krumrey. Vorgesehen ist unter anderem eine Roadshow, bei der sich Eventplaner und andere potenzielle Kunden in Berlin, Köln/Düsseldorf, Hamburg und München informieren können, sowie eine Beteiligung an einem „Convention Sales Office“.Gegenüber Kunden setzt Geschäftsführer Krumrey weiter auf Dienstleistungsorientierung als Gütemerkmal: „Für das darmstadtium gibt es nur drei wichtige Dinge: Service – Service – Service.“ Das hohe Engagement der Mitarbeiter-Teams bestätigen die Veranstalter. 74 Prozent bewerteten bei einer Kundenzufriedenheitsbefragung den Service als “sehr gut“. Noch besser fiel das Urteil der Besucher über das Gebäude aus. 90 Prozent gaben dem Haus die Note 1.

Neben der Roadshow wird auch in 2010 den „Fam-Trips ein hoher Stellenwert beigemessen. Nachdem sich das Kongresshaus im letzten Jahr in Städten wie Wiesbaden, Kassel und Frankfurt am Main erfolgreich präsentiert hat, stehen in diesem Jahr Köln, Hanau, Wetzlar und Fulda auf dem Plan.

darmstadtcongress als Gateway zu allen Veranstaltungsfragen

Schließlich soll darmstadtcongress, ein Netzwerk von derzeit 23 Unternehmen und Institutionen, Agenturen, Unternehmen und Verbände von Darmstadt überzeugen. „Kunden erhalten seit vergangenem Jahr über dieses Gateway direkt Lösungen für alle Fragen", betont die stellvertretende Geschäftsführerin Hildegard Schoger. „darmstadtcongress ist eine Ergänzung zum Dienstleistungsangebot des Wissenschafts- und Kongresszentrums und der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH mit einer Auswahl verschiedener Hotels sowie einem breiten Angebot an Dienstleistungen rund um Events aller Art.“


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