Phantom der Oper
In neuer Inszenierung mit Deborah Sasson
Das Phantom der Oper, oder besser gesagt „Le fantôme de l’Opéra“ von Gaston Leroux ist nun fast schon 100 Jahre alt. Im Jahr 1912 erschien es – und wurde seinerzeit kaum beachtet. Umso mehr Interesse wird dem Roman zuteil, seit es Filme und vor allem Musicals gibt. Am bekanntesten dürfte die Bühnenversion von Andrew Lloyd Webber sein.
Im Jahre 2006 schufen der Filmkomponist und BBC-Dirigent Peter Moss und die Produzenten Ulrich Gerhartz und Saliha Raschen eine eigene Version, die sich nicht an Webbers Vorlage hält. Ein Fehler? Gewiss nicht – die Produktion kann mit über 300 Aufführungen in allen deutschsprachigen Ländern als eines der erfolgreichsten Tournee-Musicals der Bundesrepublik bezeichnet werden. Die Leser eines unabhängigen Musical-Fachmagazins wählten es zur besten Tourproduktion 2007/2008.
In der Hauptrolle der Christine brilliert keine geringere als die Bostoner Sängerin Deborah Sasson, Preisträgerin des Echo Klassik und auf allen Bühnen der Welt zu Hause. Ihre facettenreiche, sehr kraftvolle Sopranstimme überzeugt dabei und kann die Mischung aus klassischer Musik, Oper und Musical-Genre sehr gut zum Ausdruck bringen. Das Phantom wird gespielt von Axel Olzinger, Darsteller in „Grease“ und prominenter Graf Krolock in „Tanz der Vampire".
Etwa 60 Personen wirken in der Produktion mit, die eine zeitgemäße Mischung aus schaurig-schönen Szenen, festlichen Elementen und frischen Gags ist . Beeindruckend packend und einfühlsam wachsen während der Aufführung Buch und Musik zu einem geschlossenen Werk zusammen. Dazu gibt es technisch perfekte Bühnenillusionen und ein raffiniertes Spiel mit Verwandlungen und Spezialeffekten.
Zum Inhalt: Die Geschichte spielt in der Pariser Oper. Die Solisitin Carlotta ist erkrankt, daher muss das Chormädchen Christine (Deborah Sasson) einspringen. Diese singt „O mio babbino caro“ von Puccini so klar und fehlerfrei, dass man merkt, dass etwas nicht stimmen kann. Tut es auch nicht: Das „Phantom“ bringt Christine das Singen bei – erwartet aber als Gegenleistung ihre Liebe. Das Herz Christines gehört aber Graf Raoul de Chagny. Der neue Opernstar steht zerrissen zwischen zwei Männern. Der Verstand sagt „Phantom“, das Herz hört auf Raoul. Der Rest ist bekannt: Der Kronleuchter kracht, Christine reißt dem Phantom die Maske vom Gesicht und ist entsetzt, gleichzeitig empfindet sie aber auch Mitleid....
Für Auflockerung in dieser tragischen Liebesgeschichte sorgen Zitate oder Arien aus Opern, die geradezu federleicht eingeflochten werden. Die deutsche Presse überhäuft die Darsteller des Musicals geradezu mit Lob. Und auch jedem Besucher wird schnell klar: Diese Neu-Inszenierung nach dem Roman-Bestseller von Gaston Leroux überzeugt.






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